Folge 9: Nochmal mit 18 bei 0 € starten – so würden wir heute investieren
Das große Gedankenexperiment: Was würden wir tun, wenn wir heute noch einmal mit 18 Jahren bei 0 € anfangen müssten – kein Vermögen, kein Einkommen, aber das Wissen von heute? Lennard und Flo über den ersten Job als größten Hebel, den Start mit einem breit gestreuten Welt-ETF, ab wann sich Einzelaktien lohnen, wie groß der Notgroschen sein sollte, zwei Pflicht-Versicherungen – und warum das größte Investment du selbst bist.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Gedankenexperiment: Mit dem Wissen von heute, aber ohne Vermögen und Einkommen, würden wir beide zuerst einen Job suchen und sofort mit einem breit gestreuten Welt-ETF starten – der Notgroschen wächst parallel mit.
- Der größte Hebel mit 18 ist nicht das Optimieren eines kleinen Depots, sondern das aktive Einkommen (Job, Nebenjob, Selbstständigkeit). Die 20er sollte man nutzen, um das Einkommen zu steigern.
- Einzelaktien lohnen sich am Anfang nicht: Unter rund 10.000–15.000 € Depot lieber breit gestreut per ETF; erst ab ~15.000–20.000 € über einzelne Aktien (oder etwas Krypto als Beimischung) nachdenken.
- Der Notgroschen (grob 2–6 Monatsausgaben, aufs Tagesgeldkonto) ist für Notfälle da, nicht für Rendite. Ab hohem Vermögen bzw. Cashflow kann man laut Lennard darauf verzichten – Stichwort Lombardkredit.
- Zwei Versicherungen halten wir für Pflicht: die private Haftpflicht (nur ~50–70 €/Jahr) und – je nach Situation – die Berufsunfähigkeitsversicherung (jung abgeschlossen ist sie deutlich günstiger).
- Das unterschätzte Investment: du selbst. Schon 20 € Sparrate fürs Mindset, dazu Bücher und Weiterbildung, ein gutes Umfeld, bewusster Social-Media-Konsum, Geduld (die 100.000-€-Grenze) und Crashs als Chance begreifen.
Inhaltsverzeichnis
- Das Gedankenexperiment: nochmal 18 und bei 0 €
- Der größte Hebel am Anfang: dein Einkommen
- Sofort investieren oder erst der Notgroschen?
- Warum ETF statt Einzelaktien am Anfang
- Studium, Ausbildung oder Handwerk?
- Früh selbstständig werden: ausziehen & Work and Travel
- Das größte Investment bist du selbst
- Geduld, die magische 100.000-€-Grenze & Crashs aushalten
- Der Notgroschen: wofür, wie hoch – und ab wann überflüssig?
- Zwei Versicherungen, die wir für Pflicht halten
- Fazit
- Häufige Fragen
In Folge 9 machen wir ein Gedankenexperiment: Was würden wir tun, wenn wir heute noch einmal mit 18 Jahren und 0 € neu anfangen müssten – ohne Vermögen, ohne Einkommen, aber mit dem Wissen, das wir heute haben? Kein Zeitreisen, kein „All-in auf Nvidia oder Bitcoin”, sondern ein ehrlicher Fahrplan für den Start. Diese Folge richtet sich ganz bewusst an die ganz jungen Zuhörer, die gerade aus der Schule kommen und die ersten Finanzentscheidungen treffen. Hier bekommst du das Gespräch kompakt zum Nachlesen.
Kurz vorweg, wie im Podcast: Das ist keine Anlageberatung, sondern persönliche Meinung und Erfahrung. Investitionen sind mit Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden – informier dich immer selbst.
Das Gedankenexperiment: nochmal 18 und bei 0 €
Die Ausgangslage ist klar abgesteckt: Wir sind wieder 18, es ist September 2026, wir haben kein Vermögen und kein Einkommen – aber das komplette Wissen von heute. Was wir nicht dürfen: in der Zeit zurückreisen und einfach früh Nvidia oder Bitcoin kaufen. Es geht also nicht um den einen Glückstreffer, sondern um die Frage: Wie würden wir mit diesem Wissen realistisch starten?
Schon bei der ersten Antwort sind wir uns überraschend einig – obwohl wir sonst unterschiedlich investieren (Flo fährt eine Core-Satellite-Strategie mit ETF-Basis, Lennard hat ausschließlich Einzelaktien). Beide würden zu Beginn breit gestreut per Welt-ETF starten und den Fokus ganz woanders hinlegen. Flo würde klassisch mit einem MSCI All Country World anfangen – alternativ MSCI World plus Emerging Markets. Der Gedanke: Als Anfänger hat man noch wenig Erfahrung mit Einzelaktien, und wichtiger ist am Anfang ohnehin etwas anderes.
Der größte Hebel am Anfang: dein Einkommen
Der wichtigste Satz der Folge kommt von beiden: Wenn man bei null startet, ist der größte Hebel nicht das Depot, sondern das Einkommen. Lennards erster Schritt wäre deshalb ganz unspektakulär: irgendeinen Job suchen, der den Alltag finanziert – „bei Lidl an der Kasse” oder im Supermarkt, wo gerade viele Leute gesucht werden. Erst die Existenz sichern, dann investieren. Der gute Punkt beim Nullstart: Man hat wenigstens keine Schulden, startet also nicht im Minus.
Der Rest ist Alltagsmathematik: Mit einem schnellen Job sind vielleicht 1.600–2.000 € netto drin, bei niedrigen Lebenshaltungskosten von 1.000–1.200 € bleibt ein Puffer von einigen Hundert Euro – und der wandert direkt in ETF und Notgroschen. Parallel geht es darum, das aktive Einkommen weiter zu steigern: über Nebenjobs, Selbstständigkeit und den Aufbau von Fähigkeiten.
Gerade für junge Menschen ist das entscheidend: Wer mit 18 schon 5.000 € im Depot hat, ist weit überdurchschnittlich – aber es bringt wenig, sich bei so einer Summe intensiv mit Einzelaktien zu beschäftigen. Diese Zeit steckt man viel besser in die Steigerung des Einkommens. Die 20er sind dafür das perfekte Fenster, weil später – wenn in den 30ern zum Beispiel Familie dazukommt – oft weniger Spielraum bleibt.
Sofort investieren oder erst der Notgroschen?
Hier könnten die Meinungen auseinandergehen – tun sie aber nicht: Beide würden von Anfang an investieren und den Notgroschen parallel aufbauen, statt erst zu warten, bis der Notgroschen komplett steht. Konkret zum Beispiel den monatlichen Puffer grob 50/50 zwischen ETF und Notgroschen aufteilen, bis der Notgroschen gefüllt ist – und danach alles Weitere investieren.
Das ist bewusst ein Stück weit „ins Risiko gehen”: Eigentlich ist der Notgroschen genau dafür da, dass man bei einer unerwarteten Ausgabe (die kaputte Waschmaschine) nicht ins Depot greifen muss – schon gar nicht, wenn der Markt gerade 20 % im Minus steht. Der Gegenpunkt: Je früher man investiert ist, desto höher statistisch die Rendite. „Umso früher, umso besser.” Deshalb: parallel aufbauen, bis der Notgroschen mindestens zwei bis drei Nettogehälter erreicht hat.
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Warum ETF statt Einzelaktien am Anfang
Das eigentlich Spannende: Wir haben beide Einzelaktien im Depot – Flo als Satellite zur ETF-Basis, Lennard sogar ausschließlich – und trotzdem würden wir am Anfang komplett auf einen breit gestreuten Welt-ETF setzen. Warum?
Erstens: Den Markt zu schlagen ist schwer, als Anfänger ohne Erfahrung mit Einzelaktien erst recht. Zweitens – und das ist das stärkere Argument – lohnt es sich bei kleinen Summen schlicht nicht. Ein Rechenbeispiel: Bei 10.000 € Depot sind 5 % in einer Position gerade mal 500 €. Selbst wenn sich die Aktie verdoppelt, sind das 500 € Gewinn – bei gleichzeitig deutlich mehr Aufwand und Risiko. Für 10 € eine Einzelaktie zu kaufen und auf den Verdoppler zu hoffen, bringt am Ende 10 € „Gewinn”: Der Aufwand steht in keinem Verhältnis.
Unsere gemeinsame Faustregel: Unter 10.000–15.000 € Vermögen keine Einzelaktien. Erst ab einer gewissen Größe „merkt” man im Portfolio überhaupt, wenn eine Position gut läuft. Bis dahin: breit streuen, passiv laufen lassen – und die freigewordene Energie ins Einkommen stecken. (Deutlich tiefer steigen wir ins Thema Einzelaktien, Nachkaufen und Positionsgröße in Folge 7 ein.)
Studium, Ausbildung oder Handwerk?
Weil der berufliche Weg am Anfang der größte Hebel ist, haben wir ihn ausführlich diskutiert. Flos klare Ansage: Man muss heute nicht mehr studieren. Früher war ein Studium quasi eine Jobgarantie – 40 Jahre bei Siemens, fertig. Das gilt nicht mehr. Was am Studium trotzdem wertvoll ist: dass man sich wissenschaftlich Wissen aneignet. Genau deshalb studiert Flo VWL (im dritten Semester) – nicht des Geldes wegen (von seiner Selbstständigkeit könnte er nach eigener Aussage längst leben), sondern für den fachlichen Hintergrund und als Absicherung, „den Schein in der Hand zu haben”.
Sein Rat an einen 18-Jährigen: erst mal schauen, was Spaß macht und wo die eigenen Stärken liegen. Und dann durchaus Richtung Handwerk denken. Zwei Sektoren mit richtig guter Zukunft sieht Flo im Handwerk und in der Gesundheit – auch, weil dort in den nächsten Jahren händeringend Leute gesucht werden und beides schwer von KI zu ersetzen ist. Die Leitfrage in Zeiten der KI-Revolution: Was braucht es in 20, 30, 40 Jahren wahrscheinlich immer noch – zum Beispiel, weil das Zwischenmenschliche zählt?
Früh selbstständig werden: ausziehen & Work and Travel
Lennards größter Hebel war rückblickend etwas ganz Unmonetäres: Er ist nach dem Abi (und einem abgebrochenen dualen Studium) zwei Jahre um die Welt gereist, hat fremde Kulturen, Sprachen und Blickwinkel kennengelernt – und dabei vor allem Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein aufgebaut. Sein Tipp: Wer nach der Schule die Möglichkeit hat, ein Jahr Work and Travel zu machen (etwa Farmarbeit in Australien), sollte es tun – man braucht dafür wenig Geld und nimmt enorm viel mit.
Genauso wichtig: früh ausziehen. Lennard ist mit 18 raus, Flo mit 19 – beide erzählen, wie knapp das finanziell am Anfang war (Azubi-Gehalt, Kindergeld, gerade so über die Runden). Klar kann man länger bei den Eltern wohnen und mehr sparen; einige kennen Leute, die mit 28 noch zu Hause wohnen und viel zur Seite legen. Wir sind aber überzeugt: Langfristig ist es ein Vorteil, früh selbstständig zu werden – Verantwortung übernehmen, die eigene Stromrechnung zahlen, sich mit dem eigenen Leben (und damit auch mit den eigenen Finanzen) auseinandersetzen.
Und ein Reality-Check zur Altersvorsorge: Auf den Staat sollte sich niemand verlassen. Was die gesetzliche Rente bietet, wird nicht reichen – das weiß man heute, also ist man selbst dafür verantwortlich, früh vorzusorgen.
Das größte Investment bist du selbst
Wir reden ständig übers Investieren in Aktien – dabei ist der größte Hebel mit Abstand das Investment in sich selbst. Lennards Rat an junge Menschen: Fang ruhig mit 20 € im Monat an. Aus zwei Gründen: Erstens bringen selbst 20 € über die Zeit etwas, wenn man früh anfängt. Zweitens – und wichtiger – baut man so das Mindset auf: Am Anfang des Monats einen Teil wegnehmen und investieren, nicht am Ende, wenn nichts mehr übrig ist. Aus 20 € werden später vielleicht 200 € oder 2.000 €.
Noch wichtiger als die Sparrate ist echte Weiterbildung: ein gutes Buch für 10 €, ein Podcast, ein günstiger VHS-Kurs, YouTube. Lennard nimmt sich hier selbst als Beispiel: Er hat in der Schulzeit kein einziges Buch gelesen (Zusammenfassungen haben gereicht) – bis zum Wendepunkt mit 19, als er tief in den Schulden steckte. Sein erstes Buch war „Rich Dad Poor Dad”, danach folgten hunderte. Heute liest er mindestens zwei Bücher pro Monat, meist zu Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung. Wichtig dabei: Theorie in die Praxis bringen – in kleinen Häppchen umsetzen, statt nur Theoretiker zu werden. Und Vorsicht bei Heilsversprechen: keine „Porsche vor der Tür in zwei Wochen”-Coaches; man merkt meist schnell, ob echte Substanz dahintersteckt.
Dazu zwei oft unterschätzte Faktoren: Umfeld und Medienkonsum. Wir sind im Schnitt der fünf Menschen (und der fünf Ideen), mit denen wir uns am meisten umgeben. Man muss sich nicht von alten Freunden isolieren – aber ein Umfeld, das nur meckert und nichts vorhat, bremst den eigenen Weg. Genauso kann Social Media toxisch sein: Wer den ganzen Tag Reels und Trash-TV konsumiert und sich ständig vergleicht, wird nachweislich unzufriedener. Der Ausweg ist bewusster Konsum – und der Vergleich immer nur mit dir selbst: in jedem Lebensbereich die beste Version deiner selbst werden wollen. Denn es wird immer jemanden geben, der mehr Geld, das größere Haus oder das größere Auto hat. Wir investieren am Ende nicht für den Lambo vor der Tür, sondern für Freiheit.
Geduld, die magische 100.000-€-Grenze & Crashs aushalten
Die vielleicht schwerste Lektion für junge Anleger: Geduld. Am Anfang ist es frustrierend – man spart ein Jahr lang 50, 100 oder 200 € im Monat, hat dann vielleicht 1.500–2.000 € zusammen und das Gefühl, es geht kaum voran. Lennard hat für seine ersten 100.000 € rund sieben Jahre gebraucht (bei sehr hoher Sparquote) – und danach ist es in den letzten Jahren regelrecht „explodiert”. Diese oft zitierte 100.000-€-Grenze war bei ihm tatsächlich der Punkt, ab dem das Vermögen exponentiell wuchs. Die Botschaft: dranbleiben, geduldig sein, den Zinseszins arbeiten lassen.
Die zweite Lektion: Kursschwankungen aushalten. Lennards erster großer Crash war Corona – 40–50 % ins Minus, und er wollte vor Frust alles verkaufen und nie wieder investieren. Heute ist es umgekehrt: Beim Trump-Crash im April 2025 (teils 20–30 % minus) hat er sich gefreut – „endlich Sale, endlich nachkaufen”. Wer langfristig denkt, sieht Crashs als Chance. Das Werkzeug dagegen ist breite Streuung – über einen ETF oder, bei Einzelaktien, über 20 oder mehr Titel statt nur zwei.
Und trotz aller Disziplin: Man darf sich auch etwas gönnen. Es bringt nichts, sich komplett runterzuwirtschaften und das Leben erst mit 65 genießen zu wollen. Der Mittelweg zählt – Meilensteine feiern, sich mal einen Film, eine Reise oder eine Kleinigkeit gönnen –, ohne in den „Gönnermodus” zu verfallen (Lennards Beispiel: das iPhone so lange behalten, bis es wirklich kaputt ist).
Der Notgroschen: wofür, wie hoch – und ab wann überflüssig?
Der Notgroschen ist Geld, das du zur Seite legst – am besten auf ein täglich verfügbares Tagesgeldkonto. Es bringt nur 2–3 % Zinsen statt der 7–8 % Marktrendite, aber darum geht es nicht: Es ist für Notfälle da (kaputtes Auto, Waschmaschine, ein Schaden ohne Versicherung), damit du in so einem Moment nicht dein Depot antasten musst – schon gar nicht, wenn der Markt gerade tief steht.
Wie hoch? Da scheiden sich die Geister. Gängig sind drei bis sechs Netto-Monatsgehälter, manche gehen bis zu einem Jahresnetto (um auch Arbeitslosigkeit abzufedern). Flo würde beim echten Nullstart eher vier bis fünf Monatsausgaben ansetzen – grob 10.000 € als Orientierung – und den Puffer am Anfang etwa 50/50 zwischen ETF und Notgroschen aufteilen.
Ein kontroverser Punkt zum Schluss: Ab einem bestimmten Vermögen braucht man laut Lennard gar keinen Notgroschen mehr. Er selbst hat fast die 500.000-€-Marke erreicht, hält aktuell keinen klassischen Notgroschen und deckt Unerwartetes über sein Einkommen oder – zur Not – über einen Lombardkredit (Beleihung des Aktiendepots, meist bis rund 50 %, bei ihm zu etwa 4 % Zinsen). Seine Logik: Der Notgroschen greift so selten, dass die 10.000 € langfristig besser im Markt arbeiten. Flo kann da (noch) nicht mitgehen – würde aber ab etwa 2.000 € Cashflow pro Monat ebenfalls darüber nachdenken.
Zwei Versicherungen, die wir für Pflicht halten
Ein Thema, das viele junge Menschen nicht auf dem Schirm haben (Achtung: keine Versicherungsberatung): Es gibt zwei Versicherungen, die wir für praktisch unverzichtbar halten.
Die erste ist die private Haftpflichtversicherung – nicht die Kfz-Haftpflicht, sondern die ganz normale Privathaftpflicht. Sie kostet nur 50–70 € im Jahr und deckt oft zweistellige Millionenbeträge ab. Der Klassiker: Du machst den teuren Laptop eines Freundes kaputt – ohne Haftpflicht zahlst du das selbst. Im Extremfall kann ein Missgeschick dich lebenslang verschulden. Bei diesem Risiko-Kosten-Verhältnis ist es fahrlässig, sie nicht zu haben.
Die zweite ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Sie ist teurer (bei Bürojobs relativ günstig, im Handwerk deutlich teurer) – aber wichtig, weil Berufsunfähigkeit oft nicht durch spektakuläre Unfälle entsteht, sondern durch psychische Ursachen wie ein Burnout. Wer jung abschließt, zahlt deutlich weniger. Ehrliches Geständnis aus der Folge: Flo hat bisher nur eine Haftpflicht, aber noch keine BU – und nimmt sich vor, das nachzuholen. Eine Einschränkung macht Lennard: Wer später ohnehin 2.000–3.000 € passive Einkünfte im Monat hat, kann die BU irgendwann hinterfragen, weil die Absicherung dann weniger ins Gewicht fällt.
Fazit
Der rote Faden dieser Folge: Wer heute mit 18 und 0 € startet, gewinnt nicht durch den einen genialen Aktien-Tipp, sondern durch die Basics – ein Einkommen aufbauen, früh und breit gestreut in einen Welt-ETF investieren, parallel einen Notgroschen anlegen, sich absichern (Haftpflicht, gegebenenfalls BU) und vor allem in sich selbst investieren. Einzelaktien und etwas Krypto als Beimischung? Gerne – aber erst ab rund 15.000–20.000 € Depot, vorher lohnt der Aufwand nicht. Der Rest ist Geduld: Die ersten 100.000 € dauern, danach wird es exponentiell.
Wie würdest du heute mit 18 und 0 € starten? Und hältst du Haftpflicht und BU auch für Pflicht? Schreib es uns in die Kommentare oder per DM auf Instagram – wir wollen daraus in Zukunft auch mal Depot-Roasts aus der Community machen (schick uns einfach deinen getquin- oder Parqet-Link). Danke fürs Zuhören – bis zur nächsten Folge!
Häufig gestellte Fragen
Wie sollte man mit 18 und 0 € heute am besten anfangen zu investieren?
Zuerst ein Einkommen sichern (Job oder Nebenjob), dann früh und regelmäßig in einen breit gestreuten Welt-ETF investieren (z. B. MSCI All Country World oder MSCI World plus Emerging Markets) und parallel einen Notgroschen aufbauen. Der größte Hebel am Anfang ist nicht das Depot, sondern die Steigerung des aktiven Einkommens. Keine Anlageberatung.
Ab welcher Summe lohnen sich Einzelaktien?
Lennard und Flo raten unter rund 10.000–15.000 € Depotwert von Einzelaktien ab – bei kleinen Summen bewegt selbst ein Verdoppler kaum etwas, und die nötige Analyse lohnt den Aufwand nicht. Ab etwa 15.000–20.000 € kann man über erste Einzelaktien (und etwas Krypto als Beimischung) nachdenken. Bis dahin: breit gestreut per ETF. Keine Anlageberatung.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Als grobe Orientierung 3–6 Netto-Monatsgehälter, manche gehen bis zu einem Jahresnetto. Das Geld gehört auf ein täglich verfügbares Tagesgeldkonto und soll keine Rendite bringen, sondern unerwartete Ausgaben abfedern, damit man nicht im falschen Moment das Depot antasten muss. Lennard verzichtet bei hohem Vermögen und Cashflow bewusst darauf und nutzt zur Not einen Lombardkredit.
Welche Versicherungen sind für junge Menschen wirklich wichtig?
Lennard und Flo halten die private Haftpflichtversicherung (rund 50–70 €/Jahr) für Pflicht und je nach Situation auch die Berufsunfähigkeitsversicherung – jung abgeschlossen ist sie deutlich günstiger. Bei hohen passiven Einkünften kann man die BU irgendwann hinterfragen. Das ist keine Versicherungs- oder Anlageberatung.
Disclaimer
⚠️ Keine Anlageberatung
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📉 Risikohinweis & Totalverlust
Investments in Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind grundsätzlich mit erheblichen Risiken verbunden (z. B. Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts- und Bonitätsrisiken). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.
📊 Renditen & Prognosen
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🔍 Transparenz & Interessenkonflikte
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